Haben Sie einen Code gerade erst weitergegeben, kontaktieren Sie sofort den Kartenanbieter über dessen offizielle Hilfeseite. Je früher, desto eher lässt sich noch etwas sichern. Garantieren kann das niemand.
Die ersten Schritte
- Nicht weiter zahlen. Brechen Sie den Kontakt ab, auch wenn Druck gemacht wird oder „letzte Chancen“ angeboten werden.
- Beweise sichern. Screenshots von Chats, E-Mails, Profilen und Zahlungsbelegen, dazu Kartenfoto und Kaufbon. Löschen Sie nichts.
- Anbieter informieren. Gehen Sie über die offizielle Hilfeseite des Kartenanbieters, nicht über Links aus Nachrichten. Nennen Sie Datum, Betrag und Kartenart.
- Anzeige erstatten. Bei der Polizei, in Deutschland oft auch über die Online-Wache des Bundeslands.
- Konten schützen. Ändern Sie Passwörter, wenn Zugangsdaten im Spiel waren, und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Anmeldung.
Anlaufstellen nach Land
Deutschland
- Polizei: Anzeige bei der nächsten Dienststelle oder über die Online-Wache Ihres Bundeslandes.
- Verbraucherzentrale: Beratung zu Betrug und Rückforderung.
- Polizeiliche Kriminalprävention: Informationen zu aktuellen Maschen.
Österreich
- Polizei: Anzeige bei jeder Dienststelle.
- Watchlist Internet: Plattform, die Betrugsseiten sammelt und Meldungen entgegennimmt.
- Arbeiterkammer bzw. Verbraucherberatung: Beratung zu Ihren Rechten.
Schweiz
- Kantonspolizei: Anzeige bei der zuständigen Stelle.
- Bundesamt für Cybersicherheit (BACS, früher NCSC): Meldestelle für Cybervorfälle.
- Konsumentenschutz: Beratung für Betroffene.
Wir verlinken hier bewusst keine einzelnen Unterseiten, weil sich Adressen ändern. Suchen Sie die Stelle über eine Suchmaschine und achten Sie auf die offizielle Domain.
Was Sie dem Anbieter mitteilen
- Kartenart, Betrag und Kaufdatum
- Wann und wie der Code weitergegeben wurde
- Kontaktdaten des Täters (Profilname, Telefonnummer, E-Mail)
- Kaufbeleg und Foto der Karte, bei verdecktem Code
- Eine kurze, sachliche Schilderung in eigenen Worten
Anbieter entscheiden nach eigenen Bedingungen, ob und wie sie helfen. Ein Anspruch auf Erstattung besteht nicht automatisch.
Wenn Sie mit Karte, PayPal oder Überweisung bezahlt haben
Hat die Zahlung über Bank, Kreditkarte oder Zahlungsdienst stattgefunden, kann eine Rückbuchung oder ein Käuferschutzverfahren möglich sein. Die Fristen sind oft kurz. Sprechen Sie deshalb zeitnah mit Ihrer Bank bzw. dem Zahlungsdienst.
Danach
- Warnen Sie Familie und Freunde, ohne Namen zu nennen.
- Achten Sie auf Folgekontakte: Betrüger melden sich oft mit einem „Rückerstattungsangebot“ erneut.
- Lesen Sie unseren Ratgeber Code an Betrüger weitergegeben für ausführliche Schritte.
Karte unsicher? Zuerst prüfen
Bevor Sie zahlen oder einlösen, lassen Sie den Code prüfen. Kostenlos, ohne Konto.
Hinweis: Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung. GuthabenPrüfen nimmt keine Betrugsmeldungen entgegen und ist keine Behörde.